Herzlich willkommen auf der NEWS-Seite der GEDOK Mitteldeutschland e.V. Hier informieren wir über all die Themen, Aspekte, Ausschreibungen und künstlerischen Neuigkeiten, die wichtig für unsere Mitglieder und interessierte Künstler*innen sein könnten.
Grafik trifft Musik
GEDOK Projekt
GRAFIK><MUSIK – ein experimentelles Impulsgeben
28. Februar 2026, 16 Uhr, Vernissage //
Einführung in das Projekt, Birgit Wesolek
Tandem vorgestellt: Gerten Goldbeck & Brunhild Fischer – Interaktive Vorführung – Drucktechnik trifft Musik
Bild: Bruni, Gerten, Kirche


Nachruf auf Jutta Pillat (1943-2026)
Eine Stimme der leisen Töne und der schöpferischen Kraft
Leipzig nimmt Abschied von einer seiner profiliertesten literarischen Stimmen: Jutta Pillat, die Zeit ihres Lebens die Kraft des Wortes nutzte, um das Unsichtbare sichtbar zu machen, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Geboren 1943 in Leipzig, blieb sie ihrer Heimatstadt stets eng verbunden. Ihr Weg führte sie über ein Pädagogikstudium in Görlitz und ein Studium am renommierten Institut für Literatur “Johannes R. Becher” in Leipzig hin zu einer vielseitigen Karriere als Autorin, Hochschullehrerin und Mentorin. Ein besonderer Ort ihres Wirkens war das Gohliser Schlösschen: im Rahmen der Leipziger Buchmesse und der Veranstaltungsreihe “Leipzig liest” schuf Jutta Pillat hier eine feste Heimat für die Lyrik. Mit großer Hingabe organisierte und moderierte sie Lesungen, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung fanden.
Jutta Pillats Werk zeichnet sich durch eine besondere Empathie für das Alltägliche und die Kunst aus. Mit Gedichtbänden wie “blaue Stunde” (zu Gemälden von Uwe Pfeifer) oder ihren Reiseerzählungen “Mokka süß- war es denn Glück” bewies sie ihre Fähigkeit, quer durch Europa Momente der Stille und der Reflexion einzufangen. Besonders am Herzen lag ihr die Förderung des Nachwuchses; ihr Sachbuch “Kinder schreiben Texte” bleibt ein Standardwerk für das kreative Schreiben. Als aktives Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller, der GEDOK Mitteldeutschland und der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik war sie eine Netzwerkerin für das kulturelle Leben in Sachsen. Sie verstand Literatur nicht als Selbstzweck, sondern als Brücke zwischen den Menschen- eine Haltung, die auch in der von ihr herausgegebenen Anthologie “Stimmen für Leipzig” deutlich wurde. Wir verlieren mit Jutta Pillat eine kluge Beobachterin, eine geschätzte Kollegin und einen warmherzigen Menschen. Ihre Texte werden bleiben und uns weiterhin an die Schönheit der Blauen Stunde und die Schönheit unserer Sprache erinnern. Erinnerung, die bleibt.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Weggefährten.
Ines Pleger 1.Vorsitzende der GEDOK Mitteldeutschland im Februar 2026

Grafik >< Musik
Künstlerische Interventionen von Grafik und Musik
Zum 100-jährigen Bestehen der GEDOK
GEDOK-Künstlerinnen aus Mitteldeutschland und Hamburg entwickeln in Tandems gemeinsame Positionen aus Grafik und Musik.
Ausstellung: 28. Februar bis 23. März 2026
Ort: Kirche Altscherbitz, Leipziger Straße 59, 04435 Schkeuditz
Beteiligte Künstlerinnen (Auswahl):
Grafik und Musik im Dialog, u. a. mit Gesang, Orgel, Komposition und experimentellen Instrumenten.
Begleitprogramm:
28.02.2026, 16 Uhr – Vernissage
08.03.2026, 16 Uhr – Führung
15.03.2026, 16 Uhr – „Tag der Druckkunst“ mit Orgelkonzert
21.03.2026, 16 Uhr – Führung
22.03.2026, 16 Uhr – Führung
23.03.2026, 16 Uhr – Finissage
Öffnungszeiten:
Mi 16–18 Uhr, Sa & So 15–17 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Tel. 0179 9756299
Eintritt frei.
Weitere Informationen:
www.gedok-mitteldeutschland.de/arbeitskunstraum/

Erinnerung an Christel Blume-Benzler (26.11.1930 – 01.08.2021)
Zum 100. Geburtstag
„1925 in Leipzig geboren, durchlitt sie den furchtbaren Zweiten Weltkrieg und wünschte nichts mehr als Frieden, Sicherheit, die Möglichkeit, künstlerisch zu arbeiten. Sie gehörte zu den wenigen Frauen des ersten Semesters nach 1945, die an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) das Diplom für Grafik erhielten. Malerei wurde dort noch nicht gelehrt, entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten mussten selbst angeeignet werden. Und Blume-Benzler war eine der wenigen Frauen ihrer Generation, die sich mit ihrer künstlerischen Arbeit durchsetzen konnten, auch wenn bald Kinder und Haushalt viele Nachtschichten erforderten und Rückschläge nicht ausblieben – eine Wegbereiterin.“ Rita Jorek, „Nachklänge“ zum Leben und Schaffen von Christel Blume-Benzler, 2021
Freiberuflich arbeitete als Illustratorin, erhieltbaukünstlerische Aufträge, leitete Zirkel bildnerischen Volkskunstschaffens und als Lehrbeauftragte in der Abteilung Vorstudium der HGB im Fach Gestaltungslehre.
In den Wendejahren ergriff sie die Initiative und gründete, unterstützt von der damaligen Präsidentin des GEDOK Bundesverbandes, Dr. Renate Massmann, die GEDOK Gruppe Leipzig / Sachsen e. V. Sie übernahm den Vorsitz des Vereinsund legte so den Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit von Künstlerinnen der fünf künstlerischen Disziplinen. Ihre bedeutende künstlerische Arbeit und ihr gesellschaftliches Engagement würdigte 2009 die Auszeichnung mit dem ISOLDE-HAMM-PREIS:
Mehr….https://www.leipzig.de/leben-in-leipzig/soziales/frauen/1000-jahre-leipzig-100-frauenportraets/detailseite-frauenportraets/projekt/blume-benzler-christel

24.11.2025 | 17 Uhr
Nikolaikirche Leipzig, Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig
Friedensgebet „Gegen Gewalt an Frauen“ in der Nikolaikirche Leipzig
Sichtbar. Aussprechbar. Überwindbar.
Eintritt frei
Am 24. November 2025, anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, laden die Künstlerinnenvereinigung GEDOK Mitteldeutschland e.V. und der Landesfamilienverband SHIA e.V. gemeinsam mit der Kirchgemeinde der Nikolaikirche Leipzig sowie vielen weiteren Engagierten, Betroffenen und Verbündeten um 17 Uhr zum Friedensgebet ein.
Die mit dem Katharina-von-Bora-Preis ausgezeichnete Organisatorin und Künstlerin Brunhild Fischer sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer bringen das Unsagbare künstlerisch und inhaltlich zur Sprache: Gewalt an Frauen und Mädchen – in all ihren Formen, im Verborgenen wie im Öffentlichen, strukturell, politisch, alltäglich.
Mit künstlerischen Interventionen, eindringlichen Aussagen sowie Zahlen, Daten und Fakten wird das Unsichtbare sichtbar gemacht. Die Botschaft ist klar: Gewaltvoll Erlebtes verwandelt sich in Ausdruck, Erkenntnis, Widerstand und Hoffnung.

Aktion im Öffentlichen Raum am 25.11.2025
Internationaler Tag gegen patriarchale Gewalt
25.11.2025, 15.30 – 17.00 Uhr
„Puls“ eine Intervention
Kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz, 04107 Leipzig
Zur Aktion
partizipative Performance von Liliana Osorio de Rosen und Kerstin Krieg unterstützt von der GEDOK Mitteldeutschland e.V., die Intervention ist Teil des Bündnisses 25.11., AG Frauenprojekte Leipzig
Kommt gerne vorbei !

bis 12. 12. 2025 Ausstellung „ABDUKUS No 3“ Handwerkskammer zu Leipzig, Dresdener Str.11/132, 04103 Leipzig


